liturgie

grotesk geWienert
gleitfähig jedes
eingeschlichtete amen
stand die kutte im bund
mit deinem bild im wasser

fruchtlos fromm
angehimmelt
dein geweihtes etwas
als ging's zum fest
war mein geist flüssig
so wie der akt
deiner weihgüsse zur nacht

aufERlegt linien
blind genug
meine jahre
deinem heiligen
docht aufzuschwingen
an die kette gelegt
deinem glockengestühl
schwang und frei die hämmer
schlug mir dein zwölfuhrgeläut
alle hostien in den mund

mundgeburten schwergeworfen
lallten meine träume in konklave
statt siegel und sohn
hobst du mir die messe aus dem leiB

deinen sakramenten ins bett gelegt
blutabwärts gerichet
dein lanzenstich
wangengehöht tief
die knochen auch

gekrönt durch
deine göttlichen klippen
zustaub
die gewesene

ich bekenne
schwöre ab

deinen ungefalteten händen